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- Campus Galli
Achtung Baustelle - und eine ganz besondere! Eigentlich will ich euch gar nicht zuviel dazu verraten. Wer mehr wissen möchte findet auf der Website von Campus Galli mehr Informationen. Wir fahren mindestens einmal im Jahr nach Messkirch und besuchen die Mittelalter-Baustelle. So sehen wir immer schön die tollen Fortschritte, welche vom einen zum anderen Besuch, gemacht wurden. Und wir sind jedes Mal aufs Neue begeistert. Eigentlich verständlich, aber trotzdem ein kleiner Wermutstropfen ist, dass man nicht gewandet durch die Baustelle wandeln darf, sondern gewünscht wird, dass der Besucher auch eindeutig als solcher ersichtlich ist. Aber was solls! Wir haben sind mit unserem kleinen Leiterwagen kreuz und quer durch die Anlage gehüpft, hatten tolle Gespräche, waren begeistert über die wachsenden Mauern und freuen uns bereits jetzt auf nächstes Jahr ;-) Wer übrigens Lust hat, selber ein Teil des Projektes zu sein, kann ehrenamtlich für 1 oder mehrere Wochen im Campus mitarbeiten - dann darf man sogar seine Gewandung spazieren führen, vorausgesetzt sie ist kompatibel mit der Baustelle. Notiz am Rande: Ich werde den Campus bei Gelegenheit in die Ausflugstipps aufnehmen und dabei weitere Fotos online stellen. Solange müsst ihr mit denen hier Vorlieb nehmen, oder selber hinfahren. #museum #mittelalter
- Auf den Hund gekommen
Darf ich vorstellen? Der kleine, freche Islandhund Ími, der seit kurzem unser Leben auf den Kopf stellt ;-) Ími mit seinem geliebten Flamingo Er schwebt mit federndem Gang, erhobenen Hauptes und Rute durch das Haus - kostet von allem Erdenklichen via Kauprobe und wehe wir sind nicht aufmerksam — dann werden wir mit einer Strafrunde "Wischmob" eines Besseren belehrt. Dann setzt er sich unaufgefordert ins "Sitz" — was sonst (noch) nicht so richtig gut klappt — und schaut uns frech zu — mit einem aufgestellten und einem eingeknicktem Ohr — wie wir das "Malheur" bereinigen 😳 Wenn er was Neues oder Unheimliches entdeckt hat, es im Kaninchenstall poldert oder er einfach gerade was erzählen möchte, werden wir lautstark darüber informiert. Egal zu welcher Tageszeit. Zum Glück haben wir tolerante Nachbarn, die der Kleine allesamt schon um den Finger gewickelt hat. Der kleine Racker hat es faustdick hinter den Ohren. Wir sind gespannt, wenn es die Woche in die Welpengruppe geht. Wird das selbstbewusste Einzelkind auf einmal scheu oder bleibt er die kleine "Frontsau", wie wir sie von zu Hause kennen? Bei der Zucht hatte er ein Rudel von 6 erwachsenen Hunden im "Rücken" — hat aber auch da das Eine oder Andere bereits einstecken müssen. Nur die Erfahrung mit Gleichaltrigen fehlt ihm praktisch vollumfänglich. Bald wissen wir es ;-) Nach einer Woche "Welpenzeit" kann ich sagen, dass es eine richtig gute Idee war Urlaub zu nehmen. Und dass der Schlafmangel nicht zu unterschätzen ist. Obwohl er durch die Nacht ein paar Stunden "dicht" hält ...sobald es "tappst" ist man wach und schaut, was er macht. Es heisst ja, dass Hunde — vor allem Welpen — den grössten Teil des Tages schlafend verbringen. Trotzdem sind wir gerade etwas am "Rumpf". Und kommt mir jetzt nicht mit der "Box" 😝 Wir haben eine — dummerweise eine "textile". Es ist wirklich erstaunlich, was kleine süsse Welpenzähne veranstalten können. Die Box ist nicht kaputt gerissen worden von der "Bestie" — aber wir haben den Versuch abgebrochen, ihn daran zu gewöhnen. Ich bin jeden Tag froh, hatten wir von Anfang an einen Welpenkong, ein Kaffeholz, einen Fadenknochen und den Flamingo (siehe Bild) geholt. So kann der kleine Piranha seine Kaulust daran abreagieren. Eine Drahtbox ist bestellt... bis diese eintrifft wird der Schlafmangel noch ein bisschen "gepflegt". Danach wird der gescheiterte "Versuch" zur unkaputtbaren Tatsache 😜 Eine weitere Lektion, die wir gelernt haben ist, dass man darauf achten sollte, Welpen nicht zu überfordern. Mein letzter Hund (Australian Shepherd) kam im Alter von 6 Monaten zu mir. 2 Rüden des Wurfes liessen sich nicht vermitteln und ich übernahm einen im anstehenden "Flegelalter". Er kannte weder Abruf, noch Leine oder Ähnliches, sondern hatte auf dem Bauernhof sozusagen bis er zu mir kam "Freigang". Nach absolviertem Junghundekurs ging es gleich ins "richtige" Training zum Sanitätshund über. Da ich damals die Prägephase verpasst hatte und der Benji bereits äusserst selbständig war, war es reine Knochenarbeit den Hund auf Kurs zu bringen und mir die nötige Konsequenz anzutrainieren. Es hatte geklappt (mit 3mal Training pro Woche) und wir wurden ein richtig gutes Team. Es war harte Arbeit — Arbeit, die ich bei Ími noch viel zu früh ist und der Kleine noch viel Zeit braucht, die kurzen Trainingseinheiten der ersten Basiskommandos in den Ruhephasen zu verarbeiten. Und nicht vergessen: nach dem Training im Haus gleich raus für eine "Pinkelpause" 😉 Genauso wie nach dem Spielen, aufwachen..... 2021 ist gartentechnisch ein "Schneckenjahr". Durch den vielen Regen ist die Zahl der Schnecken praktisch explodiert. Und Ími will gerade alles "fressen". Schnecken findet er so richtig faszinierend und die ersten paar Tage wurde diese zielsicher anvisiert und gekaut. Dumm nur, dass Schnecken alles andere wie gesund sind. Sie können Hunde durch Parasiten wie Lungenwürmern ernsthaft krank machen. Durch den Tag sieht man die ollen Schleimbeutel ja und kann das Schlimmste verhindern — ich hab aufgehört zu zählen, wie viele Schnecken ich bereits zu einer Gratisflugstunde in die angrenzende Wiese verholfen habe.... Sobald es Dunkel wird, werden sie nicht nur zahlreicher, sondern praktisch unsichtbar. Also schleichen wir des Nachts mit Taschenlampe bewaffnet durch den eigenen Garten und versuchen die "Schneckennester" zu meiden. Ansonsten ist der Garten echt nützlich für die "ich-bin-noch-nicht-dicht-Phase. Wir haben mittlerweile ein Teilstück eingezäunt. Erstens können wir so den Kleinen guten Gewissens von der Leine lassen und zweitens müssen wir nicht noch einmal erleben, wie ein fremder, nicht angeleinter und ausgewachsener Hund (bei Ímis ersten Minuten des Ankommens bei uns) mitten in den Garten stürmt und zu Ími rast, während dessen Besitzerin nicht in der Lage ist diesen abzurufen oder überhaupt noch was von sich zu geben, da sie wohl selber von der Situation überrascht und überfordert war. Wir mussten den Hund quasi aus unserem Garten katapultieren und in Richtung seiner Halterin treiben. Vielen Dank dafür — nun ist die erste Handlung von Ími beim Rausgehen immer erst mal lautstark zu melden, dass er nun rauskommt und sich alle fremden "Fötzel" vom Acker machen sollen. Wir hoffen das wird sich wieder legen und die Hundehalterin hat dabei auch was gelernt. Aber auch wir lernen täglich dazu. Gemeinsame Kommandos zu haben - an einem Strick zu ziehen, Freud und Leid zu teilen 😅 😂 🤣 den Wischmob im Takt zu schwingen.... Wir bereuen es auf jeden Fall nicht und sind gespannt, welche Abenteuer die Zukunft bringt. ...ich hoffe nur die Züchterin liefert die fehlenden "Dichtungen" noch nach bis es mit Ími ernst wird und er mit ins Büro kommt 😆 Es wird spannend bleiben und ich bin sicher, dass er auch im Büro alle um den Finger wickeln wird...
- Zwischen Kisten, Ton, Pflanzen & Gartenbewohnern
"Umzugsromantik" im goldenen Herbst Der Herbst zeigt sich von seiner schönsten Seite: goldenes Licht, kühle Nächte und Tage, die nach Erde und Laub duften. Eigentlich wäre jetzt der Moment, um nach freien Pflanzstellen zu suchen, dekorative Zweige zu schneiden oder einen herbstlichen Kranz zu binden. Oder einfach mit Imi durch den raschelnden Garten zu laufen – dieser Übergang zwischen Sommer und Winter hat für mich immer etwas Magisches. Dieses Jahr allerdings stehen andere Dinge im Mittelpunkt. Statt Blumenzwiebeln zu setzen, werden Kisten gepackt, Regale abgebaut und Erinnerungen transportiert. Der Umzug ist jetzt unser grosses Thema – und wie es so ist, wenn Altes endet und Neues beginnt, mischen sich Wehmut und Vorfreude. Abschied vom alten Garten Im Garten geht es gerade ums Loslassen. Der Rückbau unseres Gartens ist in vollem Gange. Weil wir Mieter sind, müssen Beete, Kompost und vieles mehr von dem naturnahen Gartenparadies wieder in den ursprünglichen Zustand gebracht werden. Unter den Platten und Wurzeln entdecken wir jede Menge Bewohner – kleine Tiere, die sich schon auf die kalte Jahreszeit eingestellt haben. Kröten, Molche, Blindschleichen, Marienkäfer und unzählige Insekten, die sich ihre Verstecke für den Winter gesucht hatten. Es schmerzt, sie aufzuscheuchen. Doch besser jetzt, während es draussen noch mild ist, als später mitten im Winter, wenn sie tief schlafen. Die Tage sind noch warm – rund 15 Grad – und die Nächte liegen bei etwa fünf. Das gibt allen im Garten Zeit, sich neu einzurichten, bevor der Winter kommt. Während ich zwischen Blättern und Wurzeln werkle, schweift mein Blick automatisch zu den Schlehen. Ihre blau schimmernden Früchte hängen prall an den Zweigen. Ich beobachte sie jedes Jahr – und weiss: Erst wenn die Amseln kommen und zu picken beginnen, ist der richtige Moment. Dann sind sie genussreif. Noch aber hat der Frost seinen Job nicht getan – zum Glück. Sonst wären ein paar unserer tierischen Mitbewohner vermutlich ziemlich verärgert über unseren Rückbau. Buntes Treiben im neuen Atelier Im neuen Zuhause entsteht langsam das neue kreative Herzstück: das Atelier. Die Wände sind gestrichen, der Boden gestrichen, schabloniert und versiegelt, der grosse Holztisch steht, und die Kommoden sind bereit fürs Werkzeug. Noch ist kein Werkzeug an seinem Platz, aber das System steht. Nur mein pinker Schrank – offiziell Farbcode „Pfingstrose“ – streicht sich irgendwie nicht von selber fertig. Der Raum riecht nach Farbe, Holz und Vorfreude. Noch wirkt alles aufgeräumt. Aber das wird nicht lange so bleiben. Sobald die Kommoden und Schränke eingeräumt sind, darf das kreative Chaos auf diesen 10 Quadratmetern zurückkehren. Dann kommen Ton, Glasuren und Ideen wieder zum Zug – und das Atelier wird wieder das, was es sein soll: ein Ort für kreative Experimente, meditatives Modellieren und plappernden Hörbüchern. Erste Momente im neuen Zuhause Wir haben sogar schon einmal dort gekocht – mitten im Durcheinander. Zwischen Kartons, Farbdosen und offenen Werkzeugkisten lag plötzlich der Duft vom Abendessen in der Luft. Ganz unspektakulär – aber das war der Moment, in dem das neue Zuhause plötzlich greifbar wurde. Imi, unser Haus- und Hof-Sheriff, ist schon mittendrin. Er hat sein Revier längst erkundet, kennt schon fast jede Ecke, hat die besten Aussichtspunkte getestet und sucht noch seinen Lieblingsplatz, wo er den vollen Überblick hat – der kleine Kläffer ;-) Zwischen Baustellenromantik und Herbststunden benimmt er sich, als hätte er das alles schon immer bewacht. Eigentlich müsste ich ihm ein Sheriff-Stern ans Halsband friemeln. Funkloch inklusive Das neue Zuhause liegt in einem kleinen Funkloch. Telefonieren? Internet? Nur Notruf möglich. Oder mein über 10 Jahre altes Handy ist einfach zu alt. Noch eine Baustelle für sich. Und trotzdem – oder genau deswegen – fühlt sich das entschleunigend an. Vielleicht ist das gar nicht so schlecht. Ein bisschen digitaler Detox passt gerade gut – stattdessen riecht es nach Farbe und hoffentlich bald Kaffee – der Instantkaffee war so übel, dass ich die Kaffeemaschine auch bereits gezügelt habe. Hab ja noch die Bialetti im alten Zuhause. Ein Umzug im Herbst passt irgendwie. Die Natur zieht sich zurück, im Haus entsteht Neues, und überall riecht es ein bisschen nach Veränderung und Farbe. Kisten türmen sich bis zur Decke – was nicht weiter tragisch ist bei einer Deckenhöhe von knapp 2 Metern. Aktuell herrscht an beiden Orten in Haus und Garten das Chaos. Darum bleibt es hier für eine Weile etwas leiser. Alles braucht seinen Platz, und irgendwann hab ich auch wieder die Hände am Ton. Ich kann es kaum erwarten – bin voll auf Entzug....aber dies Prioritäten eben..... seufz.
- Gluten- und hefefreie Brötchen - Basisrezept
Zutatenliste 550 Gramm glutenfreies Mehl (Brotmehl hell von S.. - ich nehme mittlerweile das von der Landi (CH)) 2 gehäufte Teelöffel Backpulver 1 gestrichener Löffel Salz Samen & Nüsse nach Wahl (ca. 1/2 Cup) 250 Gramm Magerquark, laktosefrei 2 Eier 1,5 Deziliter Milch 2 Esslöffel Rapsöl 2 - 3 Esslöffel Honig (oder z.B. Birnel, Dattelsirup,...) Milchwasser zum bestreichen Hinweis: Dieses Rezept ist so gutmütig, dass man damit wirklich einwandfrei experimentieren lässt bezüglich Nüssen, Samen und auch Trockenfrüchte Zubereitung Backofen auf 200°C Ober-und Unterhitze vorheizen. In einer Rührschüssel sämtliche trockenen Zutaten zusammen vermischen (inklusive Samen und Nüsse). In einer anderen Schüssel sämtliche feuchten Zutaten vermischen. Backblech mit einem Backpapier auslegen. Ich schneide mir dafür ein Papier von der Rolle auf die Blechgrösse, zerknülle das Papier und geh damit unter den Wasserhahn mit kaltem Wasser. Wenn es genug nass ist, drücke ich es nur wenig aus und lege es auf dem Backblech aus. Auf das Backblech kommt ein feuerfestes kleines Einmachglas, gefüllt mit Wasser. Die nassen Zutaten zu den Trockenen geben und durchkneten bis ein homogener Teig entsteht (ca. 2 - 3 Minuten). Dann den Teig mit der Hilfe eines Teigspachtels aus der Schüssel holen. In 6 - 8 gleich grosse Portionen teilen, Brötchen formen und auf dem Backpapier auslegen. Alle Brötchen einschneiden (oben ein ca. 5 - 10 mm tiefer Schnitt), danach mit Milchwasser bepinseln und sofort ab in den Backofen auf die unterste Schiene. Je nach Backofen nach ca. 25 - 30 Minuten fertig. Ofen öffnen, Klopftest machen (wenns hohl tönt ist gut). Backblech rausnehmen und Brötchennach ca. 5 - 10 Minuten auf ein Auskühlgitter legen. Rausnehmen, abkühlen lassen und danach geniessen!!! Extra : Wer noch ein bisschen Brötchenglitter will, kann nach dem Bestreichen mit dem Milchwasser noch Samen wie Mohnsamen oder grob gehackte Nüsse auf die Brötchen streuen. Die Brötchen sind auch am nächsten Tag noch gut - sprich sie werden nicht Stunden nach dem Backen bereits trocken. Aber nach dem dritten Tag lasse ich sie für gewöhnlich austrocknen (in den seltenen Fällen, wo nicht alle weg sind). Und sobald auch Früchte im Haus sind, die weg müssen, wird mit dem trockenen Brot und den Früchten ein leckerer englischer Brotpudding gemacht. Tipp : Diese glutenfreien Brötchen sind übrigens auch gut zum Einfrieren. Einfach nach 15 - 20 Minuten Backzeit rausnehmen, auskühlen lassen und sofort einfrieren. Bei Bedarf über Nacht auftauen lassen und am nächsten Morgen fertig backen. Notiz : Aufgrund von Zutatenmangel musste ich letztens improvisieren. Grundrezept - aber mit 1 Ei, für das Zweite eine Banane. Dazu kamen ein paar getrocknete Aprikosen in kleine Würfel geschnitten (mit dem Mehl vermischen, dass die Würfel nicht zusammen kleben), gehackte Kürbiskerne und geschrotete Leinsamen, statt laktosefreier Kuhmilch hab ich kurz aus Haferflocken eine Milch kredenzt - das Resultat war echt superlecker - kann es nur empfehlen mit dem Grundrezept zu spielen.
- Gartenfloristik - meine Favoriten
Wenn man einen Garten hat - egal wie gross - fallen immer mal wieder Schnittarbeiten an. Oder die Versuchung ist einfach gross ;-) Wie auch immer - ich habe versucht meine liebsten Gewächse für Gestecke und Kränze zusammen zu stellen. Natürlich ist die Liste nicht abschliessend und ich werde bestimmt noch weitere entdecken bei meinen Floristik-Experimenten.... Wie erwähnt - die Liste wird sich entwickeln - ab und an vorbeischauen lohnt sich ;-) Pflanze Pflanzenteil(e) Farbe Saison Notizen Ahorn Acer Blätter Samenstände grün rot braun Frühling Sommer Herbst In unserem Garten steht ein Ahorn, welcher grosse Büschel an Samenständen entwickelt. Die lassen sich sehr gut in der Gartenfloristik verarbeiten und bringen etwas Verspieltes rein. Akelei Aquilegia vulgaris Blüten Samenstände braun Herbst Die frischen zierlichen Blüten halten in Gestecken erstaunlich lange. Trotzdem verwende ich lieber die Samenstände oder beides in Kombination, weil ich meist noch vorrätige Samenstände vom Vorjahr rumhangen habe ;-) Clematis Clematis (Waldrebe) Samenstände Zweige silber Herbst Frühling Die Clematis benötigt vor dem Austrieb im Frühling einen Rückschnitt. Die Gelegenheit für die "Ernte" feiner Ästchen. Im Herbst sind die Samenstände mit ihren fast federartigen Struktur wunderschön. Hasel Corylus colurna Kätzchen Nüsse Zweige gelb braun Frühling Sommer Herbst Die hängenden Kätzchen sind toll in Gestecken und Kränzen - sofern man nicht Allergiker:in ist ;-) Nüsse sind sowieso eine charmante Deko, aber das Nützlichste für mich persönlich sind die biegsamen Zweige, die man für viele Projekte verwenden kann. Hopfenoreganum Origanum rotundifolum Zweige grün rosa Sommer Der Hopfenoreganum hatte ich per Zufall durch eine Freundin für mich entdeckt. Noch schaffe ich ihn irgendwie nicht durch den Winter - aber gut Ding will Weile haben ;-) In Gestecken und Kränzen macht er sich auf jeden Fall sehr schön. Hortensie Hydrangea Blüten div. Sommer Herbst Beim Trocknen kann sich die Blütenfarbe ändern. Ich verwende die Blüte auch öfters als "Blumenfrosch" in Vasen Karde Dipsacus Samenstände braun Herbst Der markante Samenstand ist in der Vogelwelt sehr beliebt und von Distelfinken gut besucht. Ab und an klaue ich ein Teil - aber das stachelige Dingens weiss sich gut zu wehren ;-) Lavendel Lavendula Blüten und Blätter lila weiss rosa Sommer Herbst Das silbrige Laub des Lavendels setzt schöne Kontraste und die Blüten riechen angenehmen. Gut zum Stabilisieren von anderem Schnittgut im Kranz. Mohn Papaver Kapseln Hellbraun Herbst Mohnkapseln mit ihren starren Stielen sind nicht nur schön anzusehen, sie bieten auch diverse Möglichkeiten für kreatives Austoben ;-) Rosmarin Salvia rosmarinus Blätter grün Sommer Herbst Eine weitere stabile Duftkomponente im Kranz. Neigt mit der Zeit zum "Nadeln". Schleierkraut Gysophila Blütenzweige weiss rosa Sommer Wer mal tagelang nichts anderes wie "Biedermeierli" gebunden hat, entwickelt eher eine Hassliebe zu Schleierkraut - aber ich hab mich damit wieder versöhnt und nutze es ganz gerne als Füller. Das Gute am Schleierkraut ist, dass es trocken immer noch eine gute Figur macht :D Silberblatt Lunaria annua Samenstände weiss Herbst Nach der Blüte entwickelt das Silberblatt die für die Pflanze typischen Samenstände, die beinahe wie kleine "Mondplättchen" aussehen. Diese machen sich überall gut und lassen auch viel Kreativität zu bezüglich des Einsatzes. Eine meiner Lieblingselemente. Leider will sie im Garten nicht immer so wie ich ;-) Stechpalme Illex Blätter (mit Beeren) grün rot Herbst Winter Zum Illex habe ich eine verhaltene Hassliebe. Auf der einen Seite finde ich die Pflanze super und die Gartenamseln lieben ihn als sichere Nistgelegenheit - auf der anderen Seite spriessen überall im Garten Wildwüchse. ABER die werden dann aber für die Floristik gekappt ;-) Die glänzenden, starren Blätter sind perfekt für winterliche Kränze. Strandflieder Limonium Blütenstängel div. Sommer Herbst Die Blütenzweige bringen frisch viel Farbe ins Gesteck oder den Kranz und trocknen zuverlässig, ohne an Wirkung zu verlieren. Es gibt viele verschiedene Strandflieder. Ich habe einen mit ganz feinen Blüten. Lustiger weise steht die Pflanze in einem meiner feuchtesten Beete und gedeiht prima.... Wildrose Rosa canina & Co. Hagebutten rot Herbst Winter Verwende ich gerne in Vogelfutterkränzen, verleihen durch die Stiele gut Stabilität. Nicht nur die Wildrosen tragen bei mir Hagebutten - ab und an stibitze ich auch von den Kletterrose (Guirlande d'amour), die kleinen Hagebuttenzweige.
- Viel Dampf um....? Hydrolate aus Gartenkräutern selber herstellen
Destillen: Diese kupfernen Teile faszinieren mich seit Jahren. Nicht weil ich Hochprozentiges brennen möchte, sondern wegen den Hydrolaten. Ich liebe Kräuter in meinem Garten - aber ich kann sie nicht alle trocknen oder in Kräutersalze, Essig, Oel und Pestos verarbeiten. Und Lavendelpesto schmeckt einfach nicht ;-) Die Lavendelschnitt-Zeit steht an. Ich habe ein paar Sträucher davon und möchte den Schnitt auf keinen Fall auf den Kompost werfen. Das würde diesem zwar eine interessante "Duftnote" verleihen - aber nein. Lavendelsäcklein hab ich genug. Einige Blüten sind in Zucker, Chutney und Essig gelandet. Aber aus dem Rest soll nun endlich ein Hydrolat werden! Vorhaben ist klar - Wissen darüber inexistent, dafür hochtrabende Ideen, was man alles "verdampfen" könnte. Um mir wenigstens ein Halbwissen anzueignen bin ich den gewohnten Weg gegangen: Bücher. Ich hab viele tolle "Rezepte" gefunden und noch mehr Ideen gekriegt, was man alles destillieren kann - aber brauchbare Anleitungen sind rar gesät. Auf jeden Fall nenn ich nun endlich so eine (noch) orange-glänzende Destille mein Eigen. Seit etwas mehr wie einer Woche steht sie auf meinem Kreativtisch und wartet auf ihren Einsatz. Erst habe ich Lavendel geerntet und getrocknet. Die einen behaupten frisch sei besser, andere empfehlen das Rohmaterial antrocknen zu lassen oder gleich erst richtig trocken zu verwenden. On verra. Durch die Literatur und Videos auf Youtube musste ich feststellen, dass mir das eine oder andere Ding für eine entspannte Destillation fehlt. Zum Beispiel Flaschen, wo ich das Destillat abfüllen und aufbewahren kann. Ein Ölabscheider, falls per Zufall auch noch aus dem einen oder anderen Kraut etwas ätherisches Öl gewonnen werden kann..... Siedesteinchen? ....und und und...? Die erste "Leer-Reinigung-Destillation" habe ich im Vorfeld gemacht. Da ich bei der ersten Destillation nicht unbedingt gleich die Lavendelblüten destillieren wollte, hab ich deren Stengel genommen. Stundenlang wurden also die Stengel in ca. Tannnadelgrösse geschnitten und in die Kolonne eingebettet. Damit die Ladung nicht gleich durch die Löcher des Siebes rieseln, habe ich davor einen Kreis aus Käseleinen geschnitten und dieses Stück Stoff als zusätzlichen "Filter" verwendet. Käseleinen lässt sich kochen und wieder verwerten. Ich finde die Variante sympathischer wie die Verwendung von Haushaltspapier. Während ich am füllen der Kolonne war, konnte das vorgefilterte und abgekochte Wasser abkühlen. Da ich kein destilliertes Wasser habe, wurde mein "Hahnenburger" durch den Filter gejagt und in einer grossen Pfanne gekocht. Das Resultat landete im Bauch vom kupfernen Wasserkessel. Dazu gesellten sich noch 2 kleine Kieselsteine aus dem Garten. Natürlich gereinigt. Diese dienen mir als akustisches Signal und sollen die Launen vom kochenden Wasser im Kessel etwas zähmen. Solange die Kiesel "tanzen" ist noch Wasser im Kessel - verstummt das Geklimpere ist nicht mehr genug Wasser drin, um die Steine rumzuwirbeln und Zeit die Hitze vom Kessel zu nehmen, sprich die Herdplatte abzustellen ;-) Nach vielem schnippeln und einem halben Hörbuch - natürlich zum Thema - war der "Krautbehälter" endlich gefüllt. Schnell noch das Kupfernetz zugeschnitten, vorgeformt und über die wertvolle Fracht geklemmt. Das Kupfernetz verhindert, dass kleine aufgewirbelte Pflanzteilchen in den Kamin und die Dampfleitung kommen und diesen mit der Zeit verunreinigen oder gar verstopfen. Das Kupfersieb muss man etwas runter stossen, damit der "Hut" oben auch richtig aufgesetzt werden kann. Dann heisst es Leitungen verbinden zum Kühlkessel, Lavabo mit kühlem Wasser füllen, Pumpe anwerfen und die Kochplatte anwerfen. Nach dem Mittag habe ich die Destille angeworfen. Sobald das Wasser im Kessel kochte, der Dampf aufstieg und sich in der Leitung durch den Kühlbehälter wieder verflüssigte hiess es für mich alle 15 Minuten vorbeischauen. Ich habe geprüft, ob alles dicht ist und nach 1 Stunde und an einer Stelle ein Teflontape hingemacht. Damit ich gleich auf den ersten Blick sehe, wie es um die Temperatur im Kühlbehälter steht, hab ich ein "Schoppen-Thermometer" reingesteckt. Sobald das Wasser die 30°C Grenze überschritten hat, kam ein Kühlelement, Eiswürfel oder frisches, kühles Wasser ins Lavabo. Als Auffangbehälter für das "Probe-Destillat" verwendete ich eine kleine 200 ml Flasche, die ca. alle 30 Minuten voll war. Der Sammelbehälter war eine grosse, klare Apothekerflasche mit einem Fassungsvermögen von 2,5 Liter. Damit konnte ich herausfinden wie oft ich die kleineren Flaschen austauschen müsste und wieviel Destillat aus ca. 3 Liter Wasser in etwas entstehen. Der Hund gab sich in Lavendeldampf gelullt die volle Breitseite und lag tiefenentspannt dösend auf dem "kühlen" Steinboden während ich hin und her rannte, dahin schmolz wie die im Kühlwasser schwimmenden Kühlelemente und 60 Eiswürfel (nicht alle auf einmal!) - ein spezielles Timing sowas ausrechnete am bisher heissesten Tag des Jahres zu starten..... Um ca. 19:30 Uhr, also 6,5 Stunden später ertönten die letzten Zuckungen der Kieselsteine. Ich war fix und fertig. Die Luft war geschwängert von einem schweren zimtigen Lavendelduft und wenn man die kleine Küche betrat, wollte man eigentlich nur wieder raus :D Es war so warm und schwül darin, wie sonst in keinem Raum. Das gesammelte Hydrolat in der Apothekerflasche hat einen kleinen feinen Film an der Oberfläche. Das heisst, dass es sogar aus den trockenen Lavendelstängeln ein bisschen was an ätherischem Öl gegeben hat. Noch habe ich keine taugliche Pipette, um das Öl abzuschöpfen und der kleine Ölabscheider mit einem Fassungsvermögen von 100 ml würde meine Geduld (knapp 2 Litern Destillat) wohl trotz beruhigender Lavendeldröhnung den Rest geben. Also bleibt er vorläufig drauf und versiegelt so das darunter liegende Ausbeute an Hydrolat. Eigentlich wollte ich morgen gleich die Blüten noch destillieren - aber ganz ehrlich: Nope ;-) Zumindest werde ich heute Nacht zufrieden ins Bett kriechen und hoffentlich gut schlafen - auch wenn die abartige Hitze echt nicht meins ist. Ich glaube ich warte mit der nächsten Destillation, bis es wieder kühler ist und ich die Wärme der Destillation gleich noch für das Aufgehen eines Hefeteiges in der kleinen Küche nutzen kann :P
- Anleitung - DiY Pflanzenschilder
Ich bin süchtig nach Kräutern :) Damit ich dabei nicht den Überblick verliere, kriegt jedes Kraut seine Pflanzentafel in Topfform. Das basteln dieser Pflanzschilder ist kinderleicht - etwas Geduld benötigt man - aber ansonsten ein richtiges "Gute-Laune-Projekt" - spätestens, wenn man die Pflanztafeln rausgestellt hat huscht ein Grinsen über das Gesicht ;-) Die Anleitung erklärt wie man die Pflanzschilder in der Steckvariante macht . Etwas umgewandelt kann man diese auch aufhängen und statt Pflanzen damit zu beschriften, Krabbelhöhlen für Insekten machen, indem man die Topf-Glocken mit Holzwolle oder Stroh füllt. Materialliste kleine Tontöpfe dünne Holzstäbe, die durchs Topfloch gehen & stabil genug sind, den Topf zu tragen Holzkugeln mit Loch - Durchmesser passend zum Holzstab geeignete Bastelfarbe Lack (wettertauglich) Leim Zahnstocher Werkzeugliste Pinsel (1 breiter für die Grundierung, mindestens 1 feiner für Verzierung und Beschriftung Handbohrer Schraubstock Bastel-Hilfe / Tipp Backstein mit Löchern als "Steckhilfe" Schaschlikspiesse für Holzkugeln Für Hängevariante statt Holzstäbe, Hanf- oder Kokosschnur & Holzwolle oder Stroh Anleitung Schritt für Schritt zu den Pflanzenschilder Schritt 1 - Inventur Eine Liste mit den Pflanzennamen, die auf die Töpfe kommen schadet nie. So hat man gleich die Anzahl Töpfe, Stäbe und Holzperlen, welche man benötigt Schritt 2 - Grundierung Sämtliche Töpfe erst mit weisser Farbe grundieren. Die Tontöpfchen saugen die Farbe gut ein, daher die Vorgrundierung, damit man von den bunten Farben weniger benötigt und die "bunte" Farbe dank der weissen Grundierung auch besser strahlt. Grundierung gut trocknen lassen. Schritt 3 - Hauptfarbe streichen Wenn die Grundierung trocken ist, können die Töpfchen und Holzkugeln mit der finalen Hintergrundfarbe angemalt werden. Farbe gut trocknen lassen. Anmerkung: Die Holzkugeln stecke ich jeweils auf einen Schaschlikspiess. So kann ich rundherum malen, ohne die Kugel umständlich halten zu müssen und den Spiess einfach auf 2 Töpfchen legen und so die Kugeln ohne "Druckstelle" trocknen lassen. Schritt 4 - Beschriftung anbringen Wer unsicher ist, kann den Schriftzug mit einem Bleistift vorschreiben - ansonsten mit dem feinen Pinseln den Pflanzennamen auf den Topf schreiben. Wer sich das nicht zutraut kann auch Bastelläden Filzschreiber holen, welche dafür gemacht sind, Tontöpfe oder Steine zu bemalen. Dann geht es wirklich einfach. Anmerkung: Ich beginne immer mit dem Schriftzug. Eine Schreibfehler ist deutlich ärgerlicher, wie eine etwas suboptimale Deko. Und es wäre ja schade, wenn die Deko super geworden ist und sich dann beim Beschriften ein Fehler einschleicht. Schritt 4 - Deko Jetzt kann - sofern die Beschriftung stimmt - die Deko aufgemalt werden. Ich verziere dafür immer den Topfrand. Mehr nicht, weil sonst die Beschriftung "untergeht". Aber das ist Geschmacksache - macht wie ihr lustig seid ;-) Wenn alles drauf ist was drauf soll ein letztes Mal alles wirklich sehr gut durchtrocknen lassen. Schritt 5 - Lackieren Töpfchen und Holzkugeln mit einem wetterfestem Lack versiegeln, wenn sie lange halten sollen. Ich persönlich mache kein Lack dran. Sie halten so zwar weniger lange - aber so kann ich auch ab und an neue machen ;-) Schritt 6 - Steckvorrichtung Die Holzstäbe werden in den Schraubstock gespannt und mit einem Handbohrer ein Loch reingebohrt, welches so gross ist, dass ein Zahnstocher gerade so durchpasst. Das Loch habe ich so ca. 3,5 cm von oben reingebohrt. So hat die Kugel dann auch noch gut Platz. Nachdem das Loch gebohrt ist ein ca. 3 cm langes Zahnstocherstück durch das Loch stecken, dass der Zahnstocher auf beiden Seiten ca. 1 cm rausschaut. Wenn nötig mit Leim etwas fixieren. Nun kann man die fertige Töpfchen von oben auf die Zahnstocherhalterung legen und zum Abschluss die Kugel zum Fixieren auf den Holzstab "auffädeln". Sollte das Bohrloch der Kugel zu klein sein, kann man diese auch kurz in den Schraubstock spannen und das Loch vergrössern, dass es passt. Hänge-Variante: Für Hängevariante nimmt man entweder einfach eine zweite Kugel für in den Topf. Man zieht die Schnur erst durch die äussere, bunte Kugel, dann die Schnur durch den Topf, die zweite Kugel und zurück durchs Loch und nochmals durch die erste Kugel. Fertig! Bei Strohfüllung für Krabbelnester habe ich durchbrochene Holzblumen gefunden. Diese habe ich auch und angestrichen und lackiert, genauso wie die zweite Kugel. Man kann aber genausogut Schachlikspiesse zuschneiden und übers Kreuz in den Topf spannen. Viel Spass beim Nachmachen! Kräuterschild aus Keramik Nachtrag ;-) Mittlerweile hab ich neben den bunten Töpfchen meine Kräuterschilder aus Keramik getöpfert. Weitere Kreationen aus Keramik findest Du unter meinem " Keramik-Verzeichnis ". Ich finde beide Varianten haben ihren Charme. Hauptsache die Pflanzen sind toll beschriftet und der Anblick macht Spass :)
- Anleitung- DiY Wimpelgirlande aus Stoff
Die Wimpel- oder Fähnchengirlande ist schnell gemacht und ein absolutes Anfängerprojekt. Für Ungeduldige gibt es auch eine Express-Variante am Ende der Anleitung. Ich liebe meine Girlande und habe schon viele Komplimente gekriegt. Mit der Zeit bleicht die Farbe der Stoffe etwas aus, Wind und Wetter sorgend dafür dass die Girlande auch ab und an ein Zottel verliert - aber irgendwie birgt das auch einen gewissen Charm - das jetzt man jetzt doch Shappy-Look? ;-) Materialliste Bunte Stoffreste für die Fähnchen Buntes Garn für die Zotteln(Wenn ihr Zotteln machen wollt...) Nähfaden Schrägband Karton für Schablonen Werkzeugliste Papierschere Stoffschere Nähnadel für das Befestigen der Zotteln Stecknadeln Nähmaschine Bügeleisen Befestigungsmaterial Kabelbinder und Ringschrauben (bei Holzbalken) oder Klebhaken (transparent für Lichterketten - bei Metall- oder Kunststoffbasis ) Girlandenpflege ;-) Bei Bauwollstoffen je nach Verschmutzung 30 - 40 °C in der Waschmaschine in einem Wäschenetz. NICHT in den Wäschetrockner/Tumbler. Anleitung Schritt für Schritt Schritt 1 - Girlandenlänge messen Bevor man mit dem Basteln / Nähen beginnt, sollte man die ungefähre Länge der Girlande wissen. Entweder man misst mit einem Massband oder man hängt eine Packschnur so auf, wie wenn es die fertige Girlande wäre. Packschnurlänge messen und schon weiss man wohin die Reise geht ;-) Für diese Länge benötigt ihr ein Stoffband - ich habe Schrägband am Laufmeter geholt. Schritt 2 - mit dem Karton eine Schablone für den Wimpel zeichnen und ausschneiden (Nahtzugabe nicht vergessen!) Ausrechnen wieviele Wimpel ihr für die Girlandenlänge benötigt. Ich habe zwischen den Wimpeln einen Abstand von ca. 2 cm gelassen. Schritt 3 - Stoffe zusammenstellen Natürlich könnte man für die Girlande jeden beliebigen Stoff nehmen. Aber falls Ihr daran denkt, diese ab und an auch mal zu waschen, dann nehmt ihr am besten gut waschbaren Stoff wie Baumwolle. Ihr braucht 2 Dreiecke pro Wimpel - prüft mit der Schablone, ob der Stoffresten gross genug ist. Anmerkung: Ich habe es vorgezogen pro Fähnchen 2 Dreiecke zu schneiden und diese zusammen zu nähen, damit ich rundherum Nähte hab. Ich hab mir dabei einfach mehr Stabilität versprochen, sprich dass die Fähnchen trotz Beanspruchung von Wind und Wetter besser in Form bleiben. Schritt 4 - Dreiecke zuschneiden Die Kartonschablone auf den gefalteten Stoff legen und mit Stecknadeln anpinnend, damit die Stofflagen und die Schablone sich nicht verschieben. Entlang der Schablone das Dreicheck ausschneiden. Wer einen Rollschneider hat, kann die Lagen mit dem Massstab fixieren und zuschneiden. Schritt 4 - Zusammennähen, Wenden und Bügeln Die schöne Aussenseiten aufeinanderlegen, damit diese "innen" sind. Mit der Nähmaschine die 2 Schenkelseiten (der Spitz) zusammennähen. Oben offen lassen. Das Dreieck wenden, damit die schönen seiten aussen sind und die Fahne gut in Form bügeln. Schritt 5 - Wimpelreihenfolge festlegen Am besten arrangiert man die Wimpel auf einem langen Tisch oder am Boden bezüglich der Reihenfolge. Wenn diese feststeht, dann steckt ihr die Wimpel am offenen Schrägband fest und näht diese fest. Danach schliesst ihr das Schrägband um die obere Kante der Fähnchen und näht nochmals die ganze Länge durch. Schritt 6 - Verzierung Aus dem bunten Garn Zotteln für die Fähnchen wickeln. Die fertigen Zotteln gut an den Fähnchen fixieren. Am besten mit einem festen Nähfaden oder etwas Garn. Wenn die Fähnchen an einem windigen Ort sind kann es gut sein, dass die Zotteln abfallen, sprich ein feiner Faden schnell durchgescheuert ist. Es lohnt sich also sich beim Fixieren der Zotteln etwas Zeit zu lassen. Eine weitere Möglichkeit wären kleine Glöckchen an die Spitzen nähen - aber dabei darf man die Nachbarn nicht vergessen ;-) Schritt 7 - Befestigung Zum Befestigen habe ich beim einen Balkon kleine Oesenschrauben genommen, die ich in die Balken drehen konnte. Die Fähnchengirlande wurde dann mit Hilfe von Kabelbindern an den Oesen befestigt. Eine weitere Möglichkeit sind transparente Klebehaken, die man an der Blende vom Balkon festgelebt. Die Haken sind vom Hersteller eigentlich für das Befestigen von Weihnachtslämpchen-Girlanden gedacht - aber passt für das Schrägband auch prima. Express-Variante: Für die Express-Variante kann man natürlich auch ein fettes Dreieck zuschneiden und dieses dann zusammenlegen und nur eine Schenkelnaht machen. Schrägband kriegt man übrigens in den meisten Kurzwarenläden auch am Laufmeter. Also die gewünschte Länge der Girlande in Schrägband kaufen - vergesst nicht den Anfang und den Schluss fürs Festmachen. Wer noch schneller sein möchte nimmt die Zickzackschere und gewachstes Tuch und schneidet die Dreiecke aus- Schrägband dran und fertig. Nachteil: nur eine schöne Seite.
- Seifengiessen leicht gemacht: Mein erster Versuch mit Lavendel
Lavendel ist ein echtes Multitalent! Was man alles damit anstellen kann ;-) Ob als raffinierte Zutat im Lammeintopf, als Lavendelsalz oder -zucker, oder sogar als feines Hydrolat aus der Destille. Du kannst ätherisches Öl daraus kitzeln, Lavendelblüten für Räuchermischungen verwenden, duftende Säckchen für den Kleiderschrank nähen oder – wie ich – dich an selbstgemachte Lavendelseifen wagen. Die Liste ist sicher noch länger, aber das ist meine bisherige Lavendel-Reise durch die Gartenküchenalchemie ;-) Los gehts mit Seifengiessen und was man alles dafür braucht Da ich mich ans Seifensieden noch nicht herangetraut habe, dachte ich mir: „Warum nicht erst mal klein anfangen?“ Also habe ich mir eine Bio-Shea-Rohseife geschnappt – ohne den ganzen unnötigen Kram, den Billigseifen oft enthalten. Klar, sie schäumt nicht so wie die Kaufhausvarianten, aber dafür ist sie super sanft zur Haut. Und darauf kommt’s doch an, oder? Inspiration aus dem Kräutergarten Meine Lavendelernte ist in eines meiner Leinentüchern gebettet worden und durfte schonend trocknen. Dazu habe ich noch Lavendelöl und Seifenfarbe besorgt. Die Mise-en-Place-Liste fürs Seifengiessen Ausrüstung: Herdplatte Hitzebeständige Schüssel fürs Seifenschmelzen Holzstäbchen zum Umrühren Seifenformen Krug mit Wasser (zum Nachfüllen) Brett & Messer fürs Seifenschneiden Küchentuch Zutaten : Seifenrohmasse (z.B. Bio-Shea von greenum oder den Seifenprofis) Beilagen (in meinem Fall Lavendelblüten) Seifenfarbe Duft: Ätherisches Öl (z.B. Lavendel) Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Seifengiessen Vorbereitung der Rohseife Zuerst habe ich die Rohmasse in kleine Würfel geschnitten – etwa 1 cm gross. Einen Teil der getrockneten Lavendelblüten habe ich zwischen den Fingern zerrieben, bis fast ein grobes Pulver entstand. Parallel dazu habe ich ein Wasserbad vorbereitet und auf ca. 60 °C erhitzt. Schau am besten auf die Verpackung deiner Rohseife, welche Temperatur ideal ist – bei mir waren 55 °C angegeben, aber das liess sich mit meiner Herdplatte nicht exakt einstellen. Kein Drama, Hauptsache nicht zu heiss! Schmelzen der Seifenmasse Die Rohseife habe ich portionsweise ins Wasserbad gegeben. Tipp : Nicht alles auf einmal hineinschütten, sondern in Etappen arbeiten – das geht schneller und die Seife schmilzt gleichmässiger. Währenddessen habe ich die Formen vorbereitet und ein paar Lavendelblüten in jede Mulde gelegt – das sieht einfach hübsch aus. Verfeinern und Giessen der DIY-Seifen Sobald die Seife geschmolzen war, habe ich unter ständigem Rühren mein Lavendelpulver und einen Schuss ätherisches Öl hinzugefügt. Für die erste Charge habe ich auf Seifenfarbe verzichtet. Für die zweite Runde habe ich dann vorsichtig ein paar Tropfen Farbe hinzugegeben – weniger ist mehr! Beim Herausnehmen der Schmelzschüssel aus dem Wasserbad solltest du die Unterseite gut abtrocknen, damit kein Wasser in die Formen gelangt. Anschliessend die Masse in die vorbereiteten Mulden füllen. Tipp: Wenn ein Rest in der Schüssel nicht mehr für eine Mulde reicht, einfach neue Seife schmelzen. Nachgiessen funktioniert nicht gut, weil die Schichten oft nicht richtig zusammenhalten. Manche schwören auf Desinfektionsspray, um die Lagen zu „kitten“, aber das habe ich noch nicht getestet. Geduld haben Eigentlich kann kaum etwas schiefgehen, solange man behutsam mit den Zutaten umgeht und sich Zeit lässt. Wenn der Duft zu dezent ist, kann man die Seife später einfach nochmal einschmelzen und nachlegen – wie ich es bei meiner ersten Charge gemacht habe. Fazit zum Seifengiessen Seifengiessen ist einfach, macht riesig Spass und mit den eigenen Gartenkräutern und etwas Fantasie kommt man kaum mehr raus aus dem Experimentieren ;-) Wenn eine Form nicht wie gedacht gelingt und die Masse "nachjustiert" werden muss ist nichts verloren, weil man die Masse einfach wieder einschmelzen kann. Ein cooles DIY-Projekt, das man auch mit Kindern gut machen kann, schnell gemacht ist und Seife kann ja jeder immer gut gebrauchen ;-)
- Fimoparty ;-)
Kennt Ihr das? Ihr steht kurz vor einem Umzug. Die Schachteln türmen sich in den Zimmern und es scheint nicht weniger zu werden und ihr könnt es euch trotzdem nicht verkneifen noch was einzukaufen - was logischerweise dann auch mit auf die Reise muss? Aktuell sind wir am Packen und ich musste die Erfahrung machen, dass ich selbstverständlich genau jenes Teil unbedingt benötige, um irgendwas in der Küche zu brutzeln, was ich bereits eingepackt habe - damals war ich überzeugt, dass ich es bestimmt nicht mehr vor Oktober benötige. Ich bin nun etwas vorsichtiger geworden mit "das brauch ich nicht mehr bis..." - spätestens als wir Garten-Ernte-Spenden in Apfel, Pfirsich und anderen diversen Formen erhalten haben, musste die "Einmachkiste" wieder an die Oberfläche befördert werden ;-) Der grösste Teil vom Näh-, Web- und Stickmaterial ist bereits verpackt - aber mit was um Himmels willen schalte ich jetzt ab? Pinsel und Blöcke sind auch schon verpackt - genauso das ganze Schnitzwerkzeug und die Linolplatten. Wie durch "Zufall" stolpere ich im Instagram über Bilder von kleinen Fairygardens und da wars passiert - modellieren! Braucht wenig Platz, ist schnell weggeräumt und und und ...noch Fragen? Als ich dann eines Abends völlig abgekämpft und mit Bauchschmerzen auf dem Sofa lag, konnte ich aus dem Augenwinkel die kleinen bunten Fimoblöcke, die ich am Vortag gekauft hatte sehen. Es liess mir natürlich keine Ruhe und von dem mühsamen Zustand ablenken sollte es ja auch. Ich landete also mit einem Kuchenblech auf dem Schoss zugedeckt und mit Wärmeflasche auf dem Bauch auf dem Sofa. Die Fimoblöcken stapelten sich auf dem Schemmel, wo der Tee stand und meine kleine Auswahl an Werkzeug lag auf der Armlehne. So kam es, dass ich während in der Flimmerkiste Pompeii lief, munter vergnügt meinen ersten Fliegenpilz friemelte. Als Pompeii "unterging" kam die Kreation gerade frisch gebacken und gehärtet aus dem Backofen ;-) Mittlerweile haben sich noch andere Stücke zu den Experimenten gesellt. Ich hab einen Tüpfelkugelfrosch gemacht - kennt doch jeder - mit Alufolienkern und richtigen Glubschaugen. Das Chamäleon davor wurde zwecks kompletter Unförmigkeit wieder "eingestampft" und ich habe gelernt, dass man niemals Glitterfimo für Froschwimpern nehmen sollte. Das Zeugs bricht viel zu schnell!!! Jo und jetzt wird es stiller - heute habe ich die Hauptseite von mindflyer.ch etwas überarbeitet und nun geht es weiter mit dem Aussortieren, Einpacken und Vorbereiten. Ich bin wirklich froh, endlich aus dieser Wohnung zu kommen - aber der Aufwand ist doch beträchtlich. Ich hoffe die nächste Bleibe hat einen trockenen Keller mit korrekt angeschlossenem Boiler und dichten Türen, keine fliegenden Dachziegel, Trittschalldämmung und Isolation im Dach.... eines jedenfalls ist sicher : kein Knebelvertrag mehr, der einem dazu zwingt ein Jahr auszuharren. Nach dem Umzug gehts weiter mit den Fimo-Sessions. Wir wollen den Hasenstall umbauen - die Fellnasen kommen am neuen Ort auf den Balkon - und da will ich in einer Regenrinne am Stall einen kleinen Fairygarden platzieren ;-) Aber noch bin ich mit der Planung vom Umbau des Stalles nicht fertig. Aber davon mehr in einem anderen Beitrag ;-) #deko #experimente #diy #basteln #modellieren #fimo
- Startschuss Aussaat
Tagelang -wenn nicht wochenlang - habe ich mit einem Brennen unter den Fingernägeln Instagram-Posts angeschaut mit Tischen und Fensterbänken, die überladen waren mit Ansaattöpfen jeder Art und Form. Von Presstöpfen, über WC-Papierrollen und Zeitungspapierförmchen.... hinzu kommt, dass es einen neuen favorisierten Hasensnack gibt: Petersilie. Also musste ein Plan her ;-) Normalerweise hab ich mit Aussäen wirklich keinen grünen Daumen. Die Versuche Tomaten aus Samen zu ziehen ging in einem Desaster unter - der Schnittsalat kam erst supertoll und ich frohlockte übermütig - kam jedoch nie über die Zwergengrösse hinaus. Natürlich konnte ich auch Erfolge verzeichnen - jedoch ausschliesslich bei der Aussaat direkt in die Zieltöpfe draussen - ohne Fensterbänke und Anzuchtstöpfe... Natürlich konnte ich nicht widerstehen. Ich hab mir Töpfe für die Petersiliensaat geholt - die Samen sind bereits auf runden Papierplatten angebracht - es sollte also dummytauglich sein. Beschwingt vom Tatendrang, habe ich bei einem weiteren Besuch im Gartencenter eine "Wildtomate" entdeckt und kurz darauf ums Eck noch eine kleine Tomate, wo die Früchte in Herzform sind - selbstredend, dass die mit mussten. Da stand mein Name drauf! ..und beim Spitzwegerich, Tagetes, eine historische Bohnensorte, Schmetterlingsblumenwiese und meinem unverzichtbaren Kapuzinerkresse... Ringo als Kräuterexperte prüft meinen Entwurf und macht die kritische Endabnahme Die Saatplatten für den Peterli wandern jetzt im Wochenrhythmus jeweils in einen Topf. Damit sollte eigentlich dann bei Erfolg immer jede neue Woche ein Topf "fertig" sein für Mensch und Tier ;-) Ein grosser Teil der Kapuzinerkressesamen steckt bereits draussen in den Töpfen und heut habe ich mich an die Aussaat der Tomaten in Saatschalen gewagt. En Garde!!! Die gierigen (Starkzehrer) Lichtkeimer haben bereits etwas Kompost in die Saaterde gekriegt und ich hab sie gleich beim grossen Fenster auf einem Schemmel platziert. Bitte einmal ganz doll die Daumen drücken!!!! Ich werd das jetzt gnadenlos probieren, bis es klappt. Kommt mir etwas vor wie das glutenfreie Brotbacken. Da wird ein Experiment ab und an auch eher ein Kampfziegel, den man als Katapultgeschoss verwenden könnte.... aber wenn man dran bleibt kommts immer besser ;-) Ich hoffe es kommt gut - ihr werdet den Jubel hören, wenn ich an den eigens gezogenen Tomaten am Ausgeizen bin - spätestens dann sollt ichs geschafft haben, oder? Bei der Kräutergartenplanung bin ich auch weiter. Ich hab den Plan gezeichnet, vorgelegt und bewilligt gekriegt ;-) Jetzt muss ich noch die Konstruktionszeichnung für ein Hochbeet machen, damit wir nächstes Wochenende mit dem Bau beginnen können. Und natürlich mit der Vorbereitung des Bodens. Die Pflanzenauswahl habe ich auch schon eingegrenzt, diese ist jedoch auch ein bisschen davon abhängig was ich alles finden werde. In einem ersten Schritt wird es jetzt einfach mal ein Hochbeetkasten - wenn dieser begeistert gibt einen zweiten für weitere Kräuter und dann noch ein niedriges Tomatenhochbeet mit Tagetes etc... schön eine "Austobfläche" in einem grossen Garten zu haben - auf dem Balkon ist es jede Saison eher die Herausforderungen ganz viele Ideen auf einen machbaren Rahmen zu reduzieren, damit der Grill doch noch Platz findet. Hinzu kommt der Gang mit der Giesskanne, damit man jeden Topf erreicht und jede Pflanze auch vom Licht und Platz das hat, was sie benötigt. Was mach ich bloss, wenn von den ausgesäten Pflanzen alle kommen? Das wird ein Töpfe-Tetris der besonderen Art! Aber jetzt mal abwarten und schauen, obs was wird. Ich brauch jetzt ein Kafi und dann gehts mal runter in den Keller - da baut mein Superhandwerker gerade eine Kletterhilfe für das Geissblatt.... #garten #pflanzen #gemüse
- Jetzt wird's schmutzig ;-)
Das Leben hat mir Ende letztes Jahr kurz eine Breitseite gegeben und gezeigt, dass man irgendwann nicht mehr alles einfach so mit "Links" wegsteckt. Aber Frau ist ja flexibel und kreativ bezüglich pragmatischen Lösungen und so wurde der Fimo von der "Kreativmap" gestrichen, ein Kind mit dem "vererbten" Fimovorrat beglückt und nach einer Alternative gesucht. Das Resultat: Madame modelliert und töpfert nun seit kurzem mit Ton - was eigentlich auch ganz gut zum Garten (bezüglich Boden) passt ;-) Ja, ich stecke bereits knietief im "Töpferfieber". Ehe ich mich versah, hatte ich so viele Ideen, was man mit "Lätt" alles machen kann, dass mein Kopf mit möglichen Projekten überquoll, mein inneres Kind vor Freude jauchzte und mein "Keramik-Moodboard" auf Pinterest innert wenigen Tagen aus allen Nähten platzte. Drehen ist vorläufig nicht drin - aber auch so hat sich mein kleines Notizbuch mit Zeichnungen und Informationen gefüllt. Zahlreiche Küchenutensilien, die für die Vorhaben geeignet sind, landeten wie von Zauberhand in meiner "Töpfer-Tool-Kiste". Sprich wenn ich was beim Kochen vermisse, suche ich nicht in der Küche, sondern... naja, ihr wisst schon ;-) Aber nein, um an Ton zu kommen, grabe ich aktuell den Garten nicht um. Das würde sich die Schulter quer stellen und ich will ja, dass das Wasser im Garten sich dank der Lehmschicht im Boden hält, wenn mal wieder Hitzetage angesagt sind. Ich kriege meinen "Stoff" von Helene im Atelier und habe zusätzlich ein paar Kilos zuhause, damit ich jederzeit loslegen kann. Was ich am Ton sensationelle finde ist, dass ich ein Objekt beginnen kann und solange ich das Teil nicht gebrannt habe, es jederzeit wieder in seinen "Urzustand" bringen kann. Nach dem Rohbrand könnte der Scherben immer noch als Drainage für Pflanztöpfe hinhalten und erst beim bitteren Ende (Glasurbrand) wird es etwas schwierige mit der Re- oder Upcycling. So kann ungeniert und ohne "Verluste" drauf los modelliert werden und wenn es nichts geworden ist, das Ganze wieder einstampfen oder neu hydrieren. Genial! Der einzige Wehrmutstropfen an dem neuen Hobby ist: die Zeit. Nicht jene fürs Modellieren selber - auch wenn da bei der Plattenmethode auch ein paar Stunden ins Land gehen, bis die Platten hart genug sind für die Weiterverarbeitung. Ich spreche von den Trocknungszeiten, Wartezeiten auf Rohbrand, fürs Glasieren und den Glasurbrand. Ich habe keinen Keramikbrennofen. Also gebe ich alle Teile zum Brand Helene. Und da wird gebrannt, wenn der Ofen voll ist - und der Ofen ist ziemlich gross. Lesson learned 1 - Töpfern braucht Zeit! Konkret heisst das: Wenn ein Stück zu einem definierten Zeitpunkt fertig sein muss, dann muss ich da gut und gerne vom Zeitpunkt, wo ich fertig mit Modellieren bin, 6 Wochen draufschlagen - besser 8. Je nach Objekt dauert allein das Trocknen von mehreren Tagen bis mehrere Wochen. Lesson learned 2 - Hohl und Luft raus! Bei sämtlichen Objekten muss man darauf achten, dass der Ton keine Lufteinschlüsse hat. Spätestens beim Brand dehnt sich die Luft aus, die Blase platzt und zerstört das Werk und im blödesten Fall, alles was noch drum herum steht. Das heisst bei der Plattentechnik muss man beim Auswallen aufpoppende Luftblasen aufstechen, schliessen und danach die Platte verdichten. Beim Modellieren von Figuren muss man diese entweder bereits beim Aufbau "hohl" gestalten oder man muss zum Schluss, mit der Töpferschlinge das ganze Werk "entkernen". Nur so kann man sicherstellen, dass weder beim Trocknen noch beim Brand Risse entstehen oder die Figur "platzt". Vor allem, wenn man die modellierten Teile auswärts zum Brennen gibt. Wenn das eigene Teil wegen Lufteinschlüssen berstet, kann es sein, dass man liebevoll gemacht Werke von anderen Personen damit mit zerstört. Das ist einer der Hauptgründe, warum viele Töpferateliers keine "Fremdware" in ihren Öfen brennen wollen. Lesson learned 3 - kreative Glanzleistungen? Wenn ihr mit Glasuren arbeitet, dann verwendet jene nur ein zweites Mal, wenn ihr die Resultate der ersten "Glasurwerke" bereits in Händen haltet! Glasuren sehen auf jedem Ton etwas anders aus. Auch die Glasurdicke spielt eine Rolle - ob man 1 oder 3-4 Lagen aufgetragen hat. Hinzu kommt die Brenntemperatur, welche sich auch auf das Ergebnis auswirkt und die sogenannte Haltezeit. Macht mit dem Ton, den ihr habt nach Möglichkeit Musterkacheln (mit verschieden viel Glasurlagen) mit den favorisierten Glasuren, bevor ihr die Stücke glasiert. Wenn das aufgrund der Zeit nicht möglich ist oder man das Risiko einfach liebt, dann wartet mit dem erneuten Einsatz einer Glasur, bis ihr das Resultat der Ersten in Händen habt. Ich darf jetzt erneut eine Insektentränke modellieren und im nächsten Jahr ein schönes Feigenblatt pressen, weil ich damit 2 tolle Glasurpannen erlebt habe. Beim Feigenblatt ist die Farbe komplett anders rausgekommen wie erwartet, weil ich nur eine Lage Glasur aufgelegt habe, um die Blattstruktur nicht zu zerstören - bei der Insektentränke, habe ich eine neue Glasur verwendet, wo keine Erfahrungswerte vorlagen und viel zu wenig aufgetragen. Das ist zwar ärgerlich, aber für mich nicht so tragisch, da ich sowieso "Konstruktionsmängel" entdeckt habe, die ich beim nächsten Stück besser machen möchte. Zum Glück habe ich keines der Teile bereits versprochen.











