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Image by Vilmantas Bekesius

Die Töpferin

Portrait Zaubergärtli

Zaubergärtli ist...


neugierig, kreativ, murphy, experimentierfreudig, naturlieb, verträumt, fantasievoll, detailverliebt....und auf der anderen Seite strukturiert, genau (fast "tüpflischisserisch"), nachdenklich
und kritisch...

Ich bin fasziniert von der Natur und könnte stundenlang in der Wiese sitzen und einfach nur staunen. Mich vom Treiben der Wiesen- und Gartenbewohner, von Vogelgezwitscher und dem brummenden Summen in eine eigene Welt trällern lassen und einfach nur entspannen und sein.


Nun gut, das mit dem Entspannen und Treibenlassen ist so eine Sache für sich. Alle, die mich kennen, würden bis vor "entspannen" nicken und bei "entspannen" in schallendes Gelächter ausbrechen. Ich weiss echt nicht, was die immer haben ;-)

Ich bin verdammt schlecht im "abschalten". Aber nur, weil sobald ich die Zeit zum Entspannen und Innehalten finde, die Ideen und Gedanken einfach so sprudeln. Das ist eben meine ganz persönliche Art zu entspannen. 

Mich hat Handwerk schon als Kind interessiert. Durch diese schier unbändige Neugierde alles Wissen in mich aufzusaugen, habe ich so gut wie alle Handwerker:innen, die mir im Laufe meines Lebens begegnet sind, ein Loch in den Bauch gefragt und so vieles ausprobieren dürfen.

 

Alles aufzuzählen, was ich in den Jahren entdeckt, ausprobiert und wieder verworfen habe, würde den Rahmen hier sprengen. Das Schöne daran ist, dass ich bei jedem neuen Handwerk oder Technik dazu lernen konnte. Und das liebe ich. Die gute alte Orchestrierung von Wissen, Werkzeug und Tun ist nicht nur im beruflichen Umfeld spannend ;-)

Als ich mit dem Töpfern begonnen habe, entdeckte ich schnell, dass ich viele Bearbeitungsmethoden oder Hilfsmittel, die ich in einem anderen Zusammenhang gelernt habe, anwenden konnte. Sogar mein Lehrgang und die Erfahrungen zur Freskenmalerei, helfen mir bei der Sgrafitto-Technik auf Ton.

Am liebsten hätte ich Tage, die ein Vielfaches länger sind. Und dass ich trotzdem nicht mehr wie maximal 8 Stunden Schlaf benötige. Ich glaube das wünschen sich Einige. Ich muss mich zähneknirschend damit abfinden, dass nicht alles möglich ist. Aber man kann es versuchen - man weiss ja nie, was die Zukunft bereit hält;-)

Töpfern ist mein Hobby. Ich habe mir im Wohnzimmer meine Kreativecke angepasst. Mit Blick in den Garten. Während ich am modellieren, auswallen, glasieren oder anmalen bin, toben draussen Vögel durch den Garten, wuseln Eidechsen die Aussenwand hoch und beäugen mich neugierig vom Fensterbrett aus. Der Grasfrosch stimmt im Wasserfass ein neues Quacklied an und Olga (unsere Gartenigeldame) knabbert nach dem Eindunkeln zufrieden schmatzend an einem Käfer herum, während in der Dunkelheit über ihrem Kopf die Fledermäuse ihren nächtlichen Reigen beginnen.

Zum Glück konnten wir ein Haus mit Garten mieten. Und unsere Vermieter lassen uns im Garten machen. So wächst und wandelt sich der Garten Jahr für Jahr - und wir mit und an ihm.

So bin ich zur Gartenkeramik gekommen. Es gibt so viele praktische und schöne Dinge, die man aus Ton für den Garten machen kann. Zwischen den Pflanzen gibt es viel Platz und der alte Apfelbaum trägt nicht mehr viele Äpfel - aber dafür schmücke ich ihn nun mit meinen Pilzglocken, Insektentränken und anderen Ideen, die noch purzeln, aber noch keine "Form" angenommen haben.

 

Und ich freue mich wie ein kleines Kind, wenn ich beobachten kann, wie die neugierigen Gartenbewohner die neuen Objekte erkunden.

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