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NADEL & FADEN

nähen, sticken und friemeln durch die zeit

...früher entsprachen Nadeln in jeder Grösse und Form wohl eher den Dingen, welche zweifellos in meinem Umfeld existierten, aber auf keinen Fall für meine Hände bestimmt waren. Die Natur, Tiere, Bücher und die Buntstifte meines Vaters waren um Welten spannender. 

 

Mich "tapferes Schneiderlein" zu nennen ist nicht auf meinem Mist gewachsen - es entstand unter Freunden, als ich mal wieder einen Marathon startete, um erneut ein Kleid fertig zu stellen und die Nacht durchgenäht habe. Ist mir öfters passiert - und immer hatte ich jemanden, der mich mit Musik, Diskussionen oder anderen Animationen wach und somit durchhalten liess... un grand merci à tous!

Kostümgeschichte hat mich schon immer interessiert - von der Nähmaschine habe ich mich jedoch ferngehalten. Und auf einmal drückte ich neben dem Job 3 Jahre lang die Schulbank und lernte wie man Schnittmuster zeichnet. Als ich mich mit dem Mittelalter zu befassen begann, musste ich feststellen, dass es schwierig ist authentische Gewandung zu bekommen - selber machen ist Trumpf. 

 

Nicht nur das Material - auch der Schnitt stellt eine Herausforderung dar. Also hab ich gelernt, wie man Schnitte zeichnet. Ergänzt mit dem Wissen der Kostümgeschichte und den Techniken entstanden die ersten Stücke - auch dank der Unterstützung von erfahrenen Reenactors, welche mir mit Rat und Tat zur Seite standen. Weitere Informationen und Bilder findet ihr auf den entsprechenden Seiten.

Mittelalter - Kleidung für die Frau

Die Zeit hab ich mittlerweile gewechselt vom 14./15. Jahrhundert ins 10te - aber die Links und Literaturhinweise helfen Newbies vielleicht ein bisschen weiter;-)
 

wikinger-gewandung-frau.jpg

...hier entsteht  meine kleine Sammlung an Informationen zuder Zeit der Wikinger. Meine Darstellung konzentriert sich in etwa auf das 9./10. Jahrhundert
 

nadelfaden-textil-museen.jpg

Eine kleine feine Liste mit Textilmuseen in echt und virtuell. Diese Liste wird bei Neuentdeckungen nachgeführt. Viel Spass beim Erkunden!
 

15th-Jahrhundert-Gewandung

jupes.

In der Ausbildung im M-Art Modeatelier war das erste Grundmuster der Jupe. Und irgendwie bin ich dabei geblieben. Obwohl ich 3 Jahre lang verschiedenste Grundmuster lernte, beim Jupe war es Liebe auf den ersten Strich ;-)

 

Das nebenstehende Bild zeigt den ersten Jupe nach dem Grundmuster. Es wurde in den drei Jahren Tradition, dass der erste Wurf nach dem Grundmuster den Kommentar "normal und einfach geht nicht, was?" von meiner Dozentin erntete. Aber normal ist langweilig - zumindest solange man die einmalige Gelegenheit hat bei einer Kostüm-Meisterin zu lernen ;-)

15th-Jahrhundert-Gewandung

sticken.

Meine erste Stickarbeit, an die ich mich erinnern kann war das oben erwähnte Geschirrtuch mit einem Apfel drauf - und ich mochte die "Bastelei" überhaupt nicht. Ich fand den Kreuzstich übelst und hab das Teil widerwillig fertig gemacht.

 

Durch das Reenactment kam ich nicht mehr drum herum - ich musste in den sauren Apfel beissen :P Aber es war schlussendlich gar nicht mehr so schlimm - sondern beinahe meditativ - ausser ich produzierte ein Fadenchaos... das was die Hölle. Mittlerweile hab ich zum Glück einen geduldigen Faden-ent-salater an meiner Seite, welcher mit einer Engelsgeduld mein Chaos entwirrt.

15th-Jahrhundert-Gewandung

experimente. diverses.

...ab und an gibt es auch einfach ein paar Fingerübungen und Tests. Dabei ist "Dolly" wohl meine coolste Kreation. Auf jeden Fall hat sie meine damalige Nachbarin gleich um den Finger gewickelt - die beiden waren beinahe unzertrennlich - und ich bin mir nicht sicher, ob sich Maggie bewusst ist, dass sie bei der Frisur quasi Pate stand ;-)

Textilmuseen

eine reise durch die epochen der kostüm- und modegeschichte

Es muss nicht immer ein auf Textilien spezialisiertes Museum sein zur Inspiration - aber um ein paar Dinge zur Mode/Kostümgeschichte zu erfahren sind die Spezialmuseen oder Sonderausstellungen einfach toll. Anbei eine kleine, aber feine Liste zu Museen, welche sich entweder auf Textiles und Mode spezialisiert haben, oder bereits öfters Sonderausstellungen zum Thema hatten. Der Click auf die ✂️ bringt euch auf die Webseiten der Museen.

Abegg-Stiftung
 

RIGGISBERG (CH)
 

Plant genug Zeit ein für den Besuch der Abegg-Stiftung. Für mich ist das Museum definitiv das Beste überhaupt bezüglich Textil-Geschichte. Die Abegg-Stiftung hat sich dem Sammeln, Erhalten und Erforschen von historischen Textilien verschrieben. Diese Leidenschaft ist in jeder Ecke des Museums sichtbar.

Landesmuseum
Zürich

ZÜRICH (CH)
 

Das Landesmuseum ist kein "Textilmuseum". Inspirationen findet man hier trotzdem "en masse". Da es gleich neben dem Hauptbahnhof Zürich liegt, ist die Anreise unkompliziert. Es finden immer mal wieder Spezialausstellung zum Thema Textiles statt wie "Soie pirate" oder "Indiennes".

Musée suisse
de la Mode

YVERDON-LES-BAINS (CH)
 

Es lohnt sich die Sonder-Ausstellungen zu verfolgen und bei Interesse zu besuchen - auch wenn diese recht klein ausfallen. Danach kann man durch Yverdons Strassen schlendern und sich in ein Strassenkaffee setzen, um die "modischen Gepflogenheiten" der Passanten zu beobachten - das hat auch was;-)

Germanisches

Nationalmuseum

NÜRNBERG (DE)
 

 Im Jahre 2010 habe ich das Museum für mich entdeckt. Damals fand die Sonderausstellung "Mythos Burg" statt und ich belebte mit dem "Nürnberger Aufgebot 1474" den Innenhof. Das Museum hat ab und zu eine schöne Ausstellung, welche die Kostümgeschichte thematisiert.

Textilmuseum
St. Gallen

ST. GALLEN (CH)
 

Ein Museum mit einem unglaublichen Fundus, einer umfangreichen Bibliothek und  hilfsbereiten Ausstellungs-MitarbeiterInnen. Wenn es einem in die Ostschweiz verschlägt auf jeden Fall einen Besuch wert - je nach Sonderausstellung ist kein Weg zu weit;-) Stichwort "St. Galler Spitze"

V & A

London

LONDON (UK)
 

Das Victoria & Albert Museum alleine ist eine Reise nach London wert. Die Sammlungen sind unglaublich und man kann sich geradezu darin verlieren. Selbst nach einer Woche hat man noch nicht alles gesehen, geschweige denn verarbeiten können. Ein wirklich tolles Museum - hat auch eine Online-Collection.

Bally
Schuhmuseum

SCHÖNENWERD (CH)
 

Das einstige Wohnhaus des Firmengründers Carl Franz Bally, beherbergt seit 1942 ein Museum, dessen Ausstellungsgut ganz im Zeichen des Schuhs steht.

Zu sehen sind Exponate, welche die Geschichte des Schuhs in all seinen Facetten aufzeigen - von der Römersandale bis zur Gegenwart.

THE VALENTINO GARAVANI MUSEUM

ÜBERALL - VIRTUELL
 

Ein virtuelles Museum, welches man überallhin mitnehmen kann;-) Ich finde die Idee des virtuellen Museums genial! ..ich muss nur noch Schwindelfrei werden, wenn ich per Maus durch die Ausstellungsräume flaniere;-)

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